Kostenlos schätzen

Schweizer Uhrenmarke

Squale: Geschichte, Modelle und Wert

Squale ist eine Schweizer Taucheruhrenmarke, die als Gehäusehersteller für andere Firmen begann. Wenn Sie eine besitzen, verraten Gehäuse, Zifferblatt und Zustand das meiste, was Sie wissen müssen.

Gegründet
1959
Gründer
Charles von Büren
Sitz
Chiasso
Eigentümer / Gruppe
Unabhängig (Familie Maggi)

Squale: Herkunft und Gründung

Squale wurde 1959 von Charles von Büren in Neuenburg in der Schweiz gegründet. Er fertigte bereits seit etwa zehn Jahren Gehäuse und montierte Uhren unter eigenem Namen. Von Büren war begeisterter Taucher, und der Name Squale bedeutet auf Französisch Hai. Im selben Jahr ließ die Marke die Namen Squale und Super-Squale eintragen und ihre Gehäusekonstruktionen patentieren.

Anfangs war Squale vor allem Gehäusehersteller. In den 1960er- und 1970er-Jahren lieferte die Firma wasserdichte Taucheruhrengehäuse an andere Marken, darunter Blancpain, Heuer und Doxa. Deshalb stecken manche Vintage-Uhren anderer Hersteller in Gehäusen von Squale.

Gründer und Familie

Charles von Büren führte das Geschäft bis zu seinem Ruhestand. In den 1980er-Jahren übernahm die Familie Maggi, zuvor italienische Vertriebspartnerin seiner Uhren, die Marke. Bis heute ist das Unternehmen in Familienhand und wird von Andrea Maggi geführt, der auf seinen Vater folgte.

Geschichte und Meilensteine von Squale

  • 1959: Gründung von Squale in Neuenburg.
  • 1962: erste Uhren unter dem Namen Squale.
  • 1968: das Gehäuse 2002, das erste Squale-Gehäuse mit einer Wasserdichtheit bis 1.000 Meter.
  • 1970er-Jahre: das Gehäuse 1521 mit der Krone bei 4 Uhr. Es wurde von der italienischen Marine verwendet, und Squale belieferte auch italienische Kampftaucher und Fallschirmjäger.
  • 1980er-Jahre: die Quarzkrise. Squale stellte auf Quarzuhren um und verschwand weitgehend von den internationalen Märkten.
  • 2000er- und 2010er-Jahre: Neustart unter der Familie Maggi, geführt von Mailand aus, mit Uhrenfertigung in Chiasso.
  • 2020: vollständige Verlegung des Hauptsitzes nach Chiasso in der Schweiz.

Bekannte Squale-Modelle

  • 1521 (50 Atmos): die bekannteste Squale. Ein Gehäuse für 500 Meter mit der Krone bei 4 Uhr und flachem Glas.
  • 2002: die kissenförmige Taucheruhr für 1.000 Meter von 1968.
  • Master: eine Modelllinie für große Tiefen, erstmals Ende der 1960er-Jahre vorgestellt und in moderner Form neu aufgelegt.
  • 20 Atmos und 30 Atmos: moderne Taucheruhren nach Entwürfen aus den 1960er-Jahren.
  • Matic, SUB-39 und T-183: neuere Kollektionen; die T-183 ist die erste Squale aus Glasfaser und Carbon.

Uhrwerke und Technik

Squale baut keine eigenen Uhrwerke. Moderne Modelle wie die 1521 verwenden Schweizer Automatikwerke von Sellita, etwa das SW 200-1 in der veredelten Ausführung «Elaboré». Die eigentliche Stärke der Marke war schon immer das Gehäuse: dicke, wasserdichte Stahlgehäuse, gebaut fürs Tauchen. In den 1980er-Jahren entstanden auch einige Quarzmodelle.

Squale heute

Squale ist ein unabhängiges Familienunternehmen mit Sitz in Chiasso im Kanton Tessin. Die Marke bewegt sich im Einstiegs- bis mittleren Preissegment mechanischer Taucheruhren und ist bei Sammlern beliebt, die Gebrauchsuhren mit echter Tauchgeschichte schätzen.

Squale-Preise auf dem Gebrauchtmarkt

Moderne Squale-Uhren werden meist unter dem Neupreis gehandelt, wie die meisten Uhren in diesem Segment. Die 1521 lässt sich am leichtesten verkaufen, weil die meisten Käufer sie kennen. Vintage-Squales aus den 1960er- und 1970er-Jahren sind für Sammler interessanter, vor allem mit originalem Zifferblatt, Lünette und Gehäuse. Uhren mit belegtem militärischem Einsatz können zusätzliches Interesse wecken, aber nur mit soliden Nachweisen. Komplette Sets mit Box und Papieren verkaufen sich leichter. Starkes Polieren, ersetzte Lünetten und restaurierte Zifferblätter mindern den Wert.

So erkennen Sie eine echte Squale

Achten Sie auf das Hai-Logo auf dem Zifferblatt und einen sauberen, gleichmäßigen Druck. Squale-Gehäuse sind auf dem Gehäuseboden graviert, und das 50-Atmos-Gehäuse trägt eine Seriennummer. Bei einer 1521 sollte die Krone bei 4 Uhr sitzen und sich fest verschrauben lassen. Vintage-Uhren sind oft mit Ersatzteilen kombiniert; prüfen Sie daher, ob Lünetteneinlage, Zeiger und Zifferblatt zur Epoche passen. Im Zweifel lesen Sie unseren Ratgeber, wie Sie eine gefälschte Uhr erkennen.

Was ist Ihre Squale wert?

Machen Sie ein paar scharfe Fotos von Zifferblatt, Gehäuseboden und Schließe und nutzen Sie unsere kostenlose Uhren-Wertschätzung. So erhalten Sie schnell eine Vorstellung vom Marktwert. Für Nachlässe, Versicherungen oder einen Verkauf können Sie auch ein schriftliches Uhren-Gutachten bestellen.

← Alle Schweizer Uhrenmarken A–Z

Häufige Fragen

Ist Squale eine Schweizer Uhrenmarke?

Ja. Squale wurde 1959 in Neuenburg gegründet und hat seinen Sitz in Chiasso in der Schweiz. Seit den 1980er-Jahren gehört die Marke der italienischen Familie Maggi.

Hat Squale Gehäuse für andere Marken hergestellt?

Ja. In den 1960er- und 1970er-Jahren lieferte Squale Taucheruhrengehäuse an Marken wie Blancpain, Heuer und Doxa.

Welches Uhrwerk steckt in einer Squale 1521?

Moderne 1521-Modelle verwenden ein Schweizer Automatikwerk Sellita SW 200-1. Prüfen Sie das genaue Modell, denn die Spezifikationen können je nach Version abweichen.

Finden Sie heraus, was Ihre Uhr wert ist

Laden Sie ein Foto hoch und erhalten Sie in etwa einer Minute eine kostenlose Schätzung. Ohne Anmeldung.

Kostenlos schätzen →

Weitere Ratgeber

📰 Uhren-News heute

Aktualisiert: · Schlagzeilen externer Nachrichtenseiten